Altes und Neues Galizien zwischen Lemberg und Krakau
Galizien, das von Legenden und Anekdoten umwobene K&K Kronland zwischen Lemberg und Krakau, war stets begehrtes Reiseziel. Es galt als Symbol des friedlichen Nebeneinanders vieler Kulturen und Konfessionen und war zugleich politischer Mythos einer Vielvölkerharmonie, welche von den Habsburger Kaiser gesichert wurde. Jetzt, wo die einst stolzen Städte ihren grauverfallenen Mief nach der „Öffnung“ abstreifen und wieder zu ihrem geschäftigen, farbigem Leben finden, ist es eine Freude diese vielseitige Region zu bereisen.
Diese einmalige Kulturreise, von der Galizienspezialistin Dr. Judith Schifferle hervorragend geleitet, führt in historischer Reihenfolge von Budapest via Lemberg nach Krakau. Journalisten Historiker, Künstler und Schriftsteller, jeder mit seinem Blickwinkel, geben der Reise Vertiefung. Wir reisen per Zug von einem grossen K&K Bahnhof zum nächsten. So bleibt Zeit das Erlebte setzen zu lassen und das Auge erwartungsvoll auf das nächste Ziel zu richten!

Programm
Fr-Sa
1. - 2. Tag: Zürich-Budapest-Lemberg
Nachtzug Zürich-Budapest. Stadtrundgang, Einkehr in legendäres Pester Kaffeehaus. Nachtzug nach Lviv.
3. - 6. Tag: Lviv/Lemberg/Lwow
Reiches Lemberger Programm, u.a. mit Orientierung um Rynok und Altstadt, Gespräch mit Jurji Durkot, Journalist für Die Zeit, FAZ, NZZ; Themenführung mit dem jungen Autor Jurko Prochasko durch die deutschen, jüdischen, armenischen und russischen Stadtviertel, die Oper und Lytschakowskyj Friedhof. Die Schriftstellerin Natalka Sniadanko spricht über die jungen ukrainischen Literaten. Ausflug nach Zovkva, der „idealen Renaissance-Stadt“.
6. - 8. Tag: Tschernivtzi/Czernowitz
Führung in Czernowitz, diesem „Klein Wien“ oder „Jerusalem am Pruth“, der Stadt der grossen deutschsprachigen Literaten wie Rose Ausländer und Paul Celan und mit mehr Buchhandlungen als Bäckereien. Besuch im Atelier des Malers Oleg Ljubkiwskij.
8. - 9. Tag: Stanislau, Drohobych
Führung in Iwano-Frankiwsk/Stanislau, der Stadt in der man Kosmopolit wurde ohne das Haus zu verlassen, so oft wechselte die Staatsangehörigkeit wegen Grenzverschiebungen. Heute greift eine junge Literaturszene dieses reiche kulturelle Erbe auf. Wir treffen die Lyrikerin Halyna Petrosanjak und den Schriftsteller Taras Prochasko. „Galizisch Pennsylvanien“ in Boryslaw. Bruno Schulz Gedenken und Erdölfelder in Drohobych.
10. - 12. Tag: Krasiczyn, Przemysl
Ruhetag in Schloss und Parkanlage von Krasiczyn/PL. Przemysl, Grenzstadt zur Ukraine, wurde im I. Weltkrieg Bollwerk gegen das Russische Reich und wurde nach Antwerpen und Verdun zur drittgrössten Festung Europas. Nach Krakau.
13. - 16. Tag: Königsstadt Krakau
Reiches Programm in Kraukau: Stadtrundgang mit dem Archäologen und Restaurator Leszek Krudysz durch die schönste polnische Kulturstadt. Zu sehen: der grösste mittelalterliche Marktplatz mit Tuchhallen, die Marienkirche mit Veit Stoss-Altar, dem Wawel, wo die polnischen Könige begraben sind, die Jagiellonen Universität, das jüdische Viertel Kazimierz. Besuch in Nowa Huta, der Schwerindustriestadt in der die sozialistische Utopie einer perfekten Stadt erfüllt wurde. Besuch im Salzbergwerk Wieliczka. Nachtzug nach Wien, Tageszug nach Zürich.












