Krim - die Festung: Auf den Spuren von Siedlern und Eroberern

Weit vom Pomp und Circumstances der Küstenstädte liegen die einst uneinnehmbaren Felsenstädte Chufut Kale, Mangup Kale und Tepe Kermen. Sie waren Haupt-, Rückzugs- oder spirituelle Zentren vieler Völker während in regelmäßigen Wellen die nächsten Eroberer von Küsten oder Steppen einbrachen. Die Griechen dagegen verhandelten mit den Neuen, doch die Genueser unterlagen den Türken trotz Sudak. Alle jedoch, auch im Zürichtal, unterlagen letztlich den Russen.

Diese leichte Wanderreise führt so nahe an die Geschichte der Krim, dass man in der Steppe nach herangaloppierenden Skythen oder Attila Ausschau hält. Dies ist auch die Heimat von Ayvaz, dem Krimtataren, dem wir dank seiner starken, integeren Persönlichkeit die Co-Leitung anvertrauen.

Programm

Sa-So

1. Tag: Zürich-Kiew-Simferopol
Flug via Kiew auf die Krim. Empfang durch unseren Reiseleiter. Per Bus nach Bachtschissaraj, (3 Nächte).

2. Tag: Bachtschissaraj, Chufut Kale
Führung im prächtigen Palast der Krim-Khane, Stolz der Krimtataren. Symbolisch, dass Bachtschissaraj 1787 Ziel der Triumpfreise Katharinas II. war. Zu Fuss zum russischen Höhlenkloster Uspienskij und zur Felsenstadt Chufut Kale. Imbiss in der karäischen Kenasse. Abendessen in lauschiger Karawanserei.

3. Tag: Mangup Kale, Eski Kermen
Aufstieg und Erkundung der Ruinen der Felsenstadt Mangup Kale, erst Hauptstadt der Krimgoten, dann des Fürstentums Theodora. In Eski Kermen warten 3 Reiter und ein Freskenrelikt aus der Zeit als Kermen Wirtschaftszentrum von Byzanz auf der Krim war. Die Ausblicke, die Natur, die Stille: Jede dieser Felsenfestungen ist ein Erlebnis für sich.

4. Tag: Sewastopol, Chersones, Jalta
Stadtführung durch die grandiose Hafenstadt Sewastopol mit Panorama, dem Denkmal des Krimkrieges, Spazier am Meeresboulevard, Hafenrundfahrt mit Blick auf Schwarzmeerflotte. Rundgang durch die griechische Antikenstadt Chersones. Besuch des deutschen Soldatenfriedhofs vor Jalta (2 Nächte).

5. Tag : Jalta, Livadija, Woronzov
Führung durch die belebte Jalta-Altstadt, Besuch im Livadija Palast, wo Stalin 1945 Roosevelt und Churchill zur Jalta Konferenz empfing. Spazier auf dem Zarenpfad nach Oreanda mit grandioser Aussicht auf Berge und Schwarzmeer. Blick aufs “Schwalbennest” auf der Fahrt zum orientalischen Palast des Grafen Woronzow, der ab 1823 russischer Generalgouveneur der Krim war. Optional: Massandra Palast und Krimsekt-Kellerei.

6. Tag: Nikita, Küstenfahrt nach Sudak
Der Botanische Garten in Nikita ist weltberühmt. Die längere Küstenfahrt nach Sudak belohnt mit abwechselnd felsigen oder grünen Bergen und tiefblauen Buchten. In Sudak (1 Nacht) Besuch des eindrücklichen Genueser Forts und der armenische Kirche der 12 Apostel.

7. Tag: Der Karadaksky, Koktebel, das Golden Gate, Feodosija/Kaffa
Geführte Wanderung durch das bizarre Felsenmassiv von Karadach, dann Bootsfahrt um das Naturreservat vulkanischem Ursprungs mit Durchfahrt durch das “Goldene Tor”. Bummel durch das stimmige Koktebel. Besuch in Feodosija, dem alten Kaffa, unter den Osmanen grösster Sklavenmarkt Europas (1 Nacht).

8. Tag: Stary Krim, Zürichtal
Morgenlauf zum armenischen Kloster Surb-Khach. Erkundung in Stary Krim mit der Usbek Khan, der ältesten Moschee der Krim (14. Jh.) Einblick in die Krimtatarentradition und Küche im Hausmuseum bei Frau Elvira. In Zürichtal/Zolotne Pole hören wir vom Schicksal der ab 1805 eingewanderten Zürcher Siedler. Nacht in Simferopol.

9. Tag: Rückflug, optional Kiew
Frühmorgenflug nach Kiew, Anschluss nach Zürich. Optional: Stadtrundfahrt Kiew mit Lawra Perchersk und Spätabendflug nach Zürich.