Transkarpatien: Urwälder und Völker im Herzen Europas

Wer stellt sich vor, dass die Mitte Europas zwischen den sich endlos dahinziehenden Karpatenketten der Westukraine liegt? Wem diese Vorstellung Entdecker- und Unternehmungsgeist weckt, ist gut gerüstet um in diesen Schmelztiegel europäischer Geschichte zwischen Lviv/Lemberg und Iwano Frankivsk/ Stanislau einzutauchen. Die Kulturlandschaft Transkarpatien mit ihren Urwaldreservaten wird am besten erwandert, denn zwischen Theiss und Howerla erstrecken sich auf 53'630ha kostbare 100-300-jährige Waldbestände aus Buchen, Fichten, Tannen, Eichen, Bergahorn und Bergulmen. Selbstredend: ein unerschöpflicher Fundus an Flora und Fauna. Unten im Tal liegen die ukrainischen Dörfer, oben über der Baumgrenze die Sommerweiden der Huzulen, dazwischen, wie Perlen verstreut, 118 kunstvoll urige Holzkirchen, spirituelle Zeugen der verschiedenen Volksgruppen.

Der Lemberger Forst- und Biosphärenfachmann Vasyl Lavny führt diese Natur- und Ethno-Wanderreise so beherzt, dass unsere Reisenden begeistert „transkarpatisiert“ aus den Waldkarpaten heimkehren!

Programm
Sa-Sa

1. Tag: Zürich-Lviv, Lemberg
Linienflug Zürich-Wien-Lviv. Empfang durch unseren Reiseleiter, Rundgang in der grossartigen Altstadt von Lviv/Lemberg/Lwow (UNESCO-Welterbe), einst Hauptstadt des K&K Kronlandes Galizien.

2. Tag: Transkarpatien, Mukachevo
Über den Veretsky-Pass zur Einlaufwanderung in den Beskiden. In der Tiefebene Transkarpatiens die farbige Altstadt von Mukachevo mit Synagoge und Siebenbürger Burg. Nacht ebenda. 230 km.

3. Tag: Buchenurwald Uholka, zu Gast in Nischnje Selischtsche
Wanderung im Uholka Reservat, dem mit 8'500ha grössten Buchenurwald Europas (UNESCO-Welterbe). Vasyl führt mit Begeisterung zu den 300-jährigen Baumriesen. Picknick bei der imposanten Karstbrücke und Panorama beim Aussichtspunkt Tschur. Holzkirche Kolodne, CH- Projekt und ukrainische Gastfreundschaft bei Privat im Dorf Nischnje Selischtsche. 175 km.

4. Tag: Holzkirchen, Reservat Kusij, Mitte Europas
Besuch der Holzkirchen in Krajnykovo und Vodyane (15Jh.). Wanderung zum Falkenstein im Feucht-Urwald des Kusji-Reservats, 1936 unter tschechischer Hoheit unter Schutz gestellt. K&K-Denkmal bei der “Mitte Europas“. Besuch im Büro der Karpaten-Biosphären-Reservate. Bummel in Rakhiv. 155 km.

5. Tag: Urwaldreservat Tschornohora, Aufstieg zum Howerla
Tageswanderung auf den Howerla, mit 2061m höchster Berg der Ukraine. Anfahrt via Klause Howerla, einst Drehscheibe einer gigantischen Holzflösserei. Fichtenstände aus der K&K-Zeit. Auf 1000m Buchen- und Tannenurwald, ab 1600m Waldgrenze. Vom Howerla majestätisches Endlos-Panorama über die Waldkarpaten. Rakhiv 75km.

6. Tag: Urwaldreservat Kewliew, Aufstieg zum Petros
Per 4x4 den Keweliew-Fluss aufwärts. Schmetterlingsparadies vor Urwaldgemeinschaft mit Buchen, Bergahorrn, Eschen, Bergulmen und Tannen. Ab Sommeralp Schumneska Aufstieg zum Petros, 2020m. Rakhiv. 65km.

7. Tag: Bei den Huzulen, Yasinja, Iwano Frankivsk
Vasyl führt auf die Sommerweiden des Hirtenvolkes der Huzulen, welches Brauchtum und einfaches Leben in kleinen Holzhäusern erhalten hat. Mittagessen da. Huzulen Kirche in Yasinja, Abendstimmung in der Altstadt Iwano Frankivsk. 140km.

8. Tag: Lviv/Lemberg, Zürich
Fahrt nach Liv/Lemberg. Etwas Freizeit vor Rückflug via Wien nach Zürich. 130km.